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Ehebruch und Untreue – welche Konsequenzen hat das Ganze?

Laut einer Statistik auf Ehebruch.org haben 32% aller Männer und 44% aller Frauen ihren Ehepartner bereits betrogen. Dies klingt zum einen schockierend, zeigt zum anderen aber auch, warum die Scheidungsraten in Deutschland nach wie vor recht hoch ausfallen. Doch welche Konsequenzen hat Ehebruch eigentlich und in welchen Fällen ist die Hilfe eines Detektivs hilfreich? Im Folgenden soll ein kleiner Überblick geboten werden, um Betroffenen das Thema etwas näher zu bringen.

Ist Ehebruch in Deutschland strafbar?

Der Ehebruch ist in Deutschland nicht strafbar, was jedoch nicht immer so war. Bis zum Jahre 1969 gab es im Strafgesetzbuch (StGB) einen Paragraphen, der den Ehebruch (Geschlechtsverkehr mit anderen Personen außer dem Ehepartner ohne dessen Einverständnis) unter Strafe stellt. Das Strafmaß betrug damals:

– Freiheitsstrafen bis zu 1 Jahr
– Geldstrafen

Allerdings existierte auch damals schon die Besonderheit, dass die Tat nur auf Antrag verfolgt wurde. Dies führte dazu, dass in Deutschland nur weniger Fälle von Ehebruch letztlich auch juristische Konsequenzen hatten.

Wie wirkt sich ein Ehebruch auf eine Scheidung aus?

Da im Jahr 1977 mit der Novellierung des Ehe- und Scheidungsrechts auch die Schuldfrage bei Scheidungen in Deutschland abgeschafft wurde, hat Ehebruch grundsätzlich keinen Einfluss mehr auf Unterhaltsfragen oder sonstige Aspekte einer Scheidung. Die Verteilung von Vermögen, Hausrat und die Zahlung von Unterhalt richtet sich nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Moralische Grundsätze spielen dabei normalerweise keine Rolle. Es gibt jedoch durchaus Ausnahmen. In besonders schwerwiegenden Fällen von Ehebruch kann ein Gericht den Anspruch auf Ehegattenunterhalt nach einer Ehe versagen.

Ein Beispiel:

Im Jahr 2011 wurde vom dem Oberlandesgericht Hamm (Az.: 13 UF 3/11) ein Fall verhandelt, in dem eine Frau ihren Ehepartner mit einem guten Freund betrogen hatte. Das Paar nahm den Freund der Familie wegen finanzieller Probleme auf und es kam mehrfach zum Ehebruch seitens der Ehefrau, während der Ehemann als Fernfahrer seiner Arbeit nachging. Das Gericht versagte den Anspruch auf Ehegattenunterhalt für die Ehefrau nach der Scheidung, verwies jedoch auch darauf, dass stets der Einzelfall zu prüfen sei und nicht jedes Verhältnis sofort den Unterhaltsanspruch erlöschen lässt. Im verhandelten Fall kamen erschwerende Faktoren hinzu:

  • Die Frau habe mehrfach heimlich Ehebruch begangen
  • Auch nach der Aufdeckung habe die Frau das Verhältnis offen weitergeführt

Somit hat die Frau also letztlich einen einseitigen Ausbruch aus der Ehe begangen und kann sich danach nicht wieder auf die Pflichten berufen, die sich aus der Ehe ableiten.

Ehebruch Und Untreue – Welche Konsequenzen Hat Das Ganze?

Auch wenn Ehebruch und Untreue auf juristischer Ebene nur sehr selten Folgen hat, können die Auswirkungen auf die Ehe verheerend sein:

1. Verletzung

Ehebruch ist eine sehr starke Kränkung des Betrogenen, die er nur in wenigen Fällen einfach so hinnimmt. Darüber hinaus kommt es leider sehr häufig vor, dass ein Verzeihen nicht möglich ist. Somit kommt es letztlich also zu Scheidung.

2. Vertrauensbruch

Auch wenn der Betrogene dem Ehebrecher verzeiht, ist das Vertrauen zunächst zerstört. Nicht wenige Ehen gehen auch daran kaputt, dass das Vertrauen nie wieder zurückkehrt. Dies erschwert das gemeinsame Zusammenleben und höhlt die Ehe letztlich komplett aus.

3. Zorn und Rachegelüste

Sollte die Ehe nicht mehr zu retten sein, kommt es nach dem Trennungsjahr zur Scheidung. Doch fühlen sich Betrogene nicht selten so stark gekränkt, dass die Scheidung zu einem Rosenkrieg gerät:

– Der „Ehebrecher“ soll möglichst wenig bekommen
– Unterhaltszahlungen werden um jeden Preis vermieden
– Der Betrogene will dem Ehebrecher das Leben schwer machen

Die Chancen auf einen Fortbestand einer Ehe sind nach einer Affäre oder einem Seitensprung nicht sonderlich groß. Es kommt zwar immer auf die betroffenen Personen an, aber nicht selten wird Ehebruch oder Untreue als Grund für eine Scheidung angegeben.

Ehebruch und Untreue – Wann kommt ein Detektiv ins Spiel?

Sollte ein Ehebruch zur Scheidung führen, kann dabei des Öfteren böses Blut im Spiel sein. Der Betrogene versucht, sich zu rächen und gönnt dem Ehebrecher nicht „das Schwarze unter dem Fingernagel“. Was zunächst nur eine Gemütslage darstellt, kann jedoch unter dem Strich auch zu handfesten Aktionen führen, die eine Schlechterstellung des Ehebrechers nach der Ehe zum Ziel haben:

  • Manipulationen des Einkommens, um weniger Kindes- oder Ehegattenunterhalt zahlen zu müssen
  • Verstecken oder zweitweise Vergabe von Vermögensgegenständen, um sich für die Scheidung „arm zu rechnen“
  • Zufälliges Verschwinden von Hausratsgegenständen, die dem „Ehebrecher“ immer wichtig waren

Genau in solchen Fällen können wir als Detektei Ihnen helfen, zu Ihrem Recht zu kommen. Denn meistens haben Sie aus juristischer Sicht auch bei einem Ehebruch oder Untreue nichts Verbotenes getan. Aus diesem Grund haben Sie das Recht, bei einer Scheidung juristisch fair behandelt zu werden.

Mögliche Leistungen im Überblick:

– Recherche zu Einkünften des Betrogenen
– Recherche zu unzulässigen Vermögenstransfers
– Suche nach versteckten Vermögensgegenständen
– Recherche zu unzulässigen Schenkungen an Freunde oder Bekannte

Durch eine Detektei haben Sie also die Möglichkeit, sich im Falle eines Rosenkriegs die nötige Gerechtigkeit zu verschaffen. Ein rachsüchtiger Ex-Partner kann mitunter nämlich sehr kreativ werden, wenn es darum geht, den oder die Ehegattin finanziell zu bestrafen.

Fazit

Ehebruch und Untreue sind zweifellos Vergehen, die generell als moralisch verwerflich gelten. Sie verletzen den Ehepartner und zerstören das Vertrauen, was nicht selten eine Scheidung der Ehe zur Folge hat. Doch Menschen sind bekanntlich nicht unfehlbar und so kommt es mitunter auch zu entsprechenden Ausrutschern mit anderen Sexualpartnern. Dass ein solch schwacher Moment die eigene Ehe zerstört, mag vielen Betroffenen auf den ersten Blick arg erscheinen, entspricht aber vielfach der Realität.

Wenn der gekränkte Ehepartner in einer solchen Situation dann auch noch so zornig ist, dass er sich rächen will, wird es problematisch. In solchen Fällen ist ein Detektiv ein guter Helfer, der durch entsprechende Recherchen für finanzielle Gerechtigkeit sorgen kann. Nicht jede Trennung nach Untreue muss zum Rosenkrieg werden, aber es kommt leider allzu oft vor.

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